· 

Das Rädchen

...die meisten Kameras verfügen über solch ein Einstellrad.

 

Doch als notorische NICHT Leser der Bedienungsanleitung, steht es bei vielen Leuten einfach auf dem Allsagendem Wort:

 

AUTO

 

Ich er kläre dir deshalb hier einmal, was es damit auf sich hat.

 

 

 

Ob Systemkamera, Digitalkamera oder Kompaktkamera.

 

Die meisten verfügen über ein Programm Rad.

 

Dabei tauchen immer wieder die selben, oder wenigstens ähnliche, Symbole auf.

 

Die oben zu sehende Kamera ist meine Nikon D3100. Eine hervorragende Einsteiger Kamera. Aber dazu ein andermal mehr...

 

 

 

Die Symbole stehen für Programme,. Diese steuern dann Situationsbedingt die Standard Kamera Einstellungen wie Blende, ISO und Belichtungszeit. Aber auch den Fokus und wie er seine Umgebung erfasst.

 

Um das mehr zu verstehen, sollte man sich am Besten mit den jeweiligen begriffen auseinander setzen.

 

Aber das machen wir in einem anderen Tutorial.

 

Ich werde hier dabei auf die meist vorhandenen Variationsmöglichkeiten innerhalb des Programms verzichten. Diese sind eh sehr unterschiedlich und je nach Modell und Hersteller anders.

 

 

 

Bei allen Programmen sollte man nicht zu viel erwarten. Fotografie bedeutet Lichtmalerei. Licht ist also eine Grundvoraussetzung!

 

Wenn die Kamera also deiner Meinung nach versagt hat, solltest Du zuerst einmal überdenken, ob genug Licht im Spiel war und, ob du denn auch en passenden Modus genutzt hast! ;)

 

 

 

AUTO:

 

Der Name sagt es ja eigentlich, aber dennoch die kurze Erklärung:

 

Im Automatik Modus übernimmt die Kamera alles notwendige um deine Bilder der Situation und den Lichtverhältnissen , anzupassen.

 

Je nach Modell kann man dann zusätzlich Optionen vorwählen. Ein Beispiel ist dabei auch die Funktion des Autofokus, der oft nicht einmal ausschaltbar ist. Bei einigen Modellen kann man aber auch im Auto Modus Fokusmessung u.ä. , einstellen.

 

Andere erwarten einfach nur noch, das Du den Auslöser drückst.

 

Bei vielen Leuten "leider" die Standard Wahl. Ist ja auch supi bequem. :D

 

 

 

BLITZ AUS:

 

Diese Einstellung haben nicht alle Kameras, die D3100 als perfekte Einsteiger Kamera, aber schon.

 

Prinzipiell kann der Modus das Selbe wie der AUTO Modus, nur das die Kamera , bei schlechteren Lichtverhältnissen, nicht den meist integrierten Blitz, benutzen. Im AUTO Modus merkt die Kamera , wenn zu wenig Licht vorhanden ist und klappt oder aktiviert automatisch den Blitz.

 

 

 

Das Bild mit der behüteten Frau :D (Portrait Modus)

 

Was ist bei einem Portrait wichtig???

 

Das Motiv, das Licht, der Fokus und das allseits beliebte Bokeh!!!!! :)

 

Wie genau man jenen zauberhaft verschwommenen Hintergrund hinbekommt ist hier aber zweitrangig.

 

Dennoch hat es mit den folgenden Kamera Einstellungen zu tun.

 

Die Kamera wird in diesem Modus versuchen einen möglichst offene Blende zu wählen. Zudem wird sich die Fokus Einmessung, also die Art und Weise, wie die Kamera die Gegend vor der Linse vermisst um den Fokus richtig zu steuern, ändern. Und sich möglichst auf einen einzigen Punkt fokussieren. (kleiner Tipp: man nimmt das ein zu gewande Auge).

 

 

 

Das Bild mit dem Berg, manchmal aber auch 3 Bäume (Landschaft)

 

Was macht ein normales Landschaftsbild aus?

 

Möglichst durchgehende Schärfe.

 

Ganz gleich was man in einer Landschaft darstellen mag. Man spricht von Landschaftsfotografie, wenn man einen eher breiten Bereich einer Umgebung einfängt. Die Fokusmessung wird sich auf ein breites Feld einstellen und viele Fokuspunkte suchen (bei den meisten Kameras zeigt sich das in vielen leuchtenden Vierecken die auf dem Bildschirm erscheinen). Der Fokus wird sich zudem möglichst im "Unendlich" Bereich bewegen

 

In diesem Modus wird die Kamera normaler Weise eine leicht bis mittel große Blende einstellen (je nach Licht) die ISO wird sich um die 400 bewegen, da die Kameras mit solchen Programmen ja wissen, das der Nutzer mit hoher Wahrscheinlichkeit, aus der Hand fotografieren wird. Ein Stativ kann da viel an der letztlichen Bild Qualität ausmachen.

 

 

 

Kind & Sport

 

Die beiden Modi werden weitest gehend das selbe an den Kamera Einstellungen berücksichtigen. Möglichst kleine Blende, möglichst kurze Belichtungszeit. Kinder und Sportler sind meist in Bewegung. Um den Moment also scharf einzufangen, muss die Belichtungszeit so kurz wie möglich sein. Denn je länger die Belichtung, um so mehr verwischen die Bilder und umso mehr wirkt sich das eigenen Händezittern aus.

 

Der Unterschied der beiden Modi ist die Fokusmessung. Im Kindermodus wird sie schnell messen, schnell einstellen und schnell fokussieren.

 

Im Sport Modus steht die Kamera auf Fokus folgen. Das heißt, eine Bilderkennung erfasst das anfokussierte Motiv und versucht dieses Muster steht's im Fokus, also scharf, zu halten. Dabei sollte man sich natürlich auch mit dem Motiv, zB. ein Auto, bewegen. Je nach Kamera und Preisklasse kann das die Kamera gut oder eben nicht so gut. Hier merkt man oft den technischen Aspekt einer Kamera, der sich auch meist auf den jeweiligen Preis auswirkt.

 

Beide Modi sind auch sinnvoll, wenn man andere sich bewegende Dinge, fotografieren will. Seifenblasen, Springbrunnen oder was auch immer sich schnell bewegt.

 

 

 

Die Blume (Makro)

 

Von Makrofotografie spricht man, wenn das Bild das Motiv im Maßstab 1:4 bis möglichst 1:1 darstellt. Bevor Du jetzt eine Formel in deinem Kopf bildest , sag ich dir das es einfach nur NAH, bedeutet. Auf englisch sagt man auch Close Up dazu. Also Nah dran. Wenn man sich die Definition zu Makro einmal (zB.: im Web) genau durchliest , kommt man zu dem Schluss, das ein Bild von einem Auto, das das Bild weitest gehend ausfüllt, per Definition ein Makro wäre. ???!!!

 

Bleiben wir also bei nah dran.

 

Die Kamera wird sich also am vorderen Ende ihres Fokusbereichs aufhalten. Das hat allerdings Auswirkungen.

 

Je näher man an etwas heran zoomt, um so länger wird das Objektiv.

 

(Achtung, vereinfachte bildliche Ausführung, da das variieren kann)

 

Besonders bei Kompakt Kameras hat das sicher jeder schon einmal gesehen.

 

Wenn man das Objektiv verlängert, steigt automatisch und mathematisch logisch, die Größe der Blende.

 

Du denkst Dir , waaaasss?

 

Kein Problem, das erkläre ich ein anderes mal. Haha :)

 

Mit steigender Blende verlängert sich die Belichtungszeit. Die Kamera wird also versuchen ISO und Belichtungszeit möglichst so abzustimmen, das ein Freihandschuss noch möglich ist.

 

Sprich: der Fokus versucht ein nahes Motiv scharf zu stellen und dabei eine kurze Belichtungszeit zu erreichen.

 

Makro = NAH!!!! :D

 

 

 

M wie MANUAL

 

Der "Profi" Modus.

 

Ok ist natürlich nicht wirklich wahr. Aber um diesen Modus zu nutzen oder sinnvoll zu probieren, solltest Du wissen was ISO, Blende und Belichtungszeit bedeuten. Gut zum probieren. Perfekt, wenn man es einmal versteht und kann!

 

 

 

Jetzt wird es ein wenig verwirrend.

 

 

 

A oder Av

 

Das A steht für Aperature oder auf deutsch, Blende. Der Modus wird als Zeitautomatik bezeichnet.

 

Häh?? A heißt Blende?

 

Ja. Denn in diesem Modus wählt man nur die Blende vor und die Kamera errechnet automatisch die sinnvollste Belichtungszeit.

 

Dabei kann man normaler Weise die ISO vor einstellen und/oder variieren.

 

 

 

S

 

Das S steht für Shutterspeed, also der Zeit mit der belichtet wird. Der Modus wird als Blendenautomatik bezeichnet.

 

Diesmal wählst Du die Belichtungszeit vor und die Kamera wählt eine optimale Blende.

 

 

 

Eingangs sagte ich verwirrend. Ich fand es total verwirrend. Wenn man die Begriffe und die Auswirkungen von Blende, ISO und Belichtungszeit versteht, ergeben die Bezeichnungen aber auf einmal Sinn ;)

 

 

 

P = Programmautomatik

 

Der Modus kann , um es kurz und bündig zu beschreiben, das selbe wie der Automatik Modus. Der Unterschied ist aber das man alle oder die meisten Parameter wie Blende ect., umstellen kann. Eine Mischung aus M und AUTO, wenn man so will. Allerdings sollte man nicht zu viel verstellen. Dann kommt meist nur Mist heraus.

 

 

 

Meine persönliche Empfehlung zum üben ist der A Modus. Denn hier lernt man am schnellsten, wie sich Blende und Belichtung , zueinander verhalten. Dabei kann man ruhig mal mit der ISO spielen. Am besten immer das selbe Motiv bei gleichem Licht.

 

Und dann in Ruhe die Bilder vergleichen.

 

Mir persönlich hat diese Erfahrung sehr viel gebracht.

 

Doch der Weg zum Meister ist noch weit :D

 

 

 

Viel Spaß und Erfolg beim probieren!!!

 

Eure René von Farbsynthese.de

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0